Amelie Fischer's Herzblog

Gesundheits Tipps für Ihr Herz

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und Herzkrankheiten vorbeugen

Broken Heart Syndrom resultiert häufig aus psychischem Stress

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Psychischer Stress kann Herzinfarkt verursachen: Broken Heart SyndromDie Zuschrift eines jungen Mannes Mitte 30, veranlasst mich dazu, Ihnen wieder einmal deutlich zu machen, wie sehr psychischer Stress Ihr Herz schädigen kann.

Nicht nur Übergewicht, Rauchen, zu wenig Bewegung ist Gift für Ihr Herz, nein auch Zukunftsängste, enttäuschte Liebe, große Trauer – alles was uns buchstäblich an Herz geht – führen dazu, dass das Herz permanent leidet und geschädigt wird.

Es gibt schon einen Beitrag auf meinem Herzblog über Broken Heart Syndrom, dennoch möchte ich dieses Thema nochmals aufgreifen.

Oft sind es Männer um die 40, die Trennungen, Jobverluste, Liebeskummer, Aufregungen in der Ehe, Depressionen und mehr ans Herz gehende Erlebnisse so schlecht verkraften, dass sie an gebrochenem Herzen unsagbar leiden. Sie wählen die Einsamkeit und nicht selten sterben sie nach einem solchen akuten, negativem Ereignis.

Forscher der Universität Berkeley haben herausgefunden, dass der Tiefpunkt so groß zu sein scheint, dass man annehmen könnte, die Betroffenen wollten gar nicht mehr weiterleben, denn auch die schnellste medizinische Versorgung in  solchen Fällen, konnte oft nicht mehr helfen.

Das Auffälligste bei diesen Menschen war, dass die Mediziner keinen Herzinfarkt erkennen konnten. Sie stellten aber fest, dass im Blut der Patienten eine große Menge an Stresshormonen zu finden war. Man nimmt an, dass in einem solchen Schockzustand der menschliche Organismus mit diesen Botenstoffen geradezu überschwemmt wird.

Noch konnte nicht herausgefunden werden, wie die Stresshormone es schaffen, das Herz dermaßen zu überwältigen, dass es ohne erkennbare Krankheitszustände daran zugrunde geht, so Professor Hunter Champion von der John Hopkins Universität. Möglich ist auch, dass die linke Herzkammer sich so abnorm verhält, dass die Sauerstoffversorgung des Herzens blockiert wird.

Sind Sie von solchen Lebenssituationen betroffen, leiden Sie gar an dem sogenannten Broken-Heart-Syndrom, ist es absolut wichtig dass Sie psychischen Stress neutralisieren oder verhindern und sich umgehend nach geeigneten Entspannungsübungen umsehen und diese auch täglich mehrmals durchführen.

Weitere herzensbrechende oder krankmachende Situationen sind Ehen oder Beziehungen, in denen häufig gestritten wird. Böse und bissige Bemerkungen sollte man unterlassen, denn je öfter solche Giftpfeile abgeschossen werden, umso mehr leidet das Miteinander und obwohl die Liebe zueinander noch vorhanden sein mag, fehlt immer öfter die Bereitschaft für versöhnende Worte und meist bei den Männern. Der Ehekrach geht sehr ans Herz und ist gesundheitlich, auf Grund der Aufregungen die damit verbunden sind, nicht unbedenklich.

Bei solchen negativen Diskussionen – so wurde in vielen psychologischen Studien festgestellt – schlägt das Herz bedeutend schneller, was wiederum den Blutdruck ansteigen lässt. Häufen sich so boshafte Dialoge, erhöht sich auch die Gefahr für einen Herzinfarkt und laut Forschung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese zornigen, streitbaren Partner ihr Zusammenleben die nächsten fünf Jahre nicht überstehen.

Die wissenschaftliche Forschung erklärt hier, dass die negative Anspannung beim Beziehungskrach als äußerst unangenehm empfunden wird, sodass beide Partner totale Blockaden aufbauen und dadurch immer mehr Gefühle der Ablehnung und Antipathie entwickeln. Es ist erwiesen, dass gerade Männer so abblocken, das selbst versöhnliche und gut gemeinte Bekundungen der Partnerin nicht zur Kenntnis oder wahrgenommen werden. So mancher Mann brüllt dann nur noch drauf los und vernünftige Gespräche kommen nicht mehr zustande. Hier möchte man raten, das Aggressionspotential schleunigst abzubauen, denn mit der Fortdauer dieses Zustandes kommt es zu einer emotionalen Eiseskälte der Partner.

Das Ergebnis ist dann ein gesundheitlicher Schaden und auch die Beziehung wird in die Brüche gehen. Männer (gelegentlich auch Frauen) bringen es fertig, ihre Partner(in) tagelang, machmal sogar wochenlang anzuschweigen ehe es ihnen  gelingt, mal ein freundliches oder versöhnendes Wort zu sagen.

Trennungen sind oft die Ursache für die Entstehung von Mißempfinden im Herzbereich (Herzrasen, Herzstolpern und dergl. mehr) und können sich zu ernsthaften Krankheiten ausweiten, wenn die Psyche nicht in Ordnung gebracht wird.

Um das zu vermeiden ist es wichtig sich mit positiven Dingen zu beschäftigen (Meditation, Yoga, Sport usw.), aggressive Gefühle zu zähmen und vor allem – so schwierig es sein mag – auch den Humor nicht zu vernachlässigen. In der Regel sind die meisten Fälle so gelagert, dass Kleinigkeiten der Auslöser für hitzige Gefechte sind, sich aber zu einem Riesenballon aufblähen, obwohl vielleicht alles nur halb so schlimm wäre.

Wo es gar nicht mehr geht, ist eine faire Trennung die beste Art loszulassen. So schonen Sie Ihr Herz mit Toleranz für sich und auch für Ihren Partner. Vor allem dürfen Sie sich nicht ins stille Kämmerlein verkriechen, gehen Sie unter Menschen, lachen Sie mit anderen, genießen Sie die Schönheiten der Natur, das tut Ihrem Herzen unendlich gut.

Also runter vom Sofa und hinaus ins Leben, es gibt Gutes und Schönes zu entdecken. Aber Sie müssen es auch tun !

Ich wünsche, dass Ihnen das Tun gelingt und wenn Sie es wirklich wollen, schaffen Sie das auch.

Ein neues Jahr hat gerade angefangen, lassen Sie es mit positiven Aktivitäten für Ihre Gesundheit, zu einem guten Jahr werden.

Von Herzen alles Gute

Ihre Amelie Fischer

2 Kommentare

  1. Die Chemikalien die bei Stress, Streit und Aggressionen vom Körper produziert werden sind ja eigentlich Drogen, bzw. giftig. Und diese Gifte müssen vom Körper wieder abgebaut werden. Normalerweise kein Problem aber in extremen Situationen wird davon vielleicht mehr produziert als abgebaut werden kann und man vergiftet sich langsam selbst damit. Ist vielleicht auch eine Erklärung für den herzschädigenden Effekt.

  2. Sehr schöner Artikel und sehr wahr, ich kenne leider auch so einen Fall.
    Ich werde den Artikel auf meiner Facebook-Seite teilen.

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