Amelie Fischer's Herzblog

Gesundheits Tipps für Ihr Herz

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und Herzkrankheiten vorbeugen

Kaffee und Herz

| 1 Kommentar

Kaffee stellt grundsätzlich kein Risiko für Herzinfarkt dar.

Die meisten Menschen trinken sehr gerne Kaffee, weil er belebend wirkt. Er macht gute Laune, hebt die Energie und lässt uns mit geistiger Frische den Tag beginnen. Nach durchfeierten Nächten ist er für viele Menschen ein Elixier, um ihre Lebensgeister zu wecken.

Wie aber wirkt er auf Menschen, die öfters mit einem angegriffenen Herzen zu tun haben?

Ich habe mich mal unter Kaffeeexperten umgesehen und recherchiert, welche Meinungen da vertreten sind.

Ist Kaffee ein Risiko für Ihr Herz?

In einem Lehrbuch von 1913 beschrieb man den Kaffee als harntreibend, verdauungsfördernd, appetitanregend, hilfreich bei Migräne, jedoch mit Wirkungen, die schädlich für das Herz sind.

Die Empfehlung lautete: wenn Kaffee ganz selten getrunken wird, kann er bei genannten Eigenschaften nützlich sein.

Soweit die Feststellung vor über 100 Jahren.

Kaffee hat bekanntermaßen eine zentralstimulierende Wirkung. Er wird am liebsten am Morgen getrunken, auch gerne nach einem gehaltvollen Menü.

Kaffee übt nicht auf alle Menschen den gleichen Effekt aus. Viele Kaffeetrinker werden davon sehr aktiv. Oft wird dieser Zustand bei älteren Menschen beobachtet. Durch die bessere Durchblutung wird das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt, Herz- und Kreislauf werden angeregt. Bei anderen Menschen zeigt sich das genaue Gegenteil. Hier wirkt er dämpfend und fast wie ein  Schlafmittel.

Neuere Untersuchungen haben aufgezeigt, dass Kaffee den Dopamin-Gehalt des Gehirns verbessert. Sinkt Dopamin (eine hormonähnliche Substanz) im Gehirn, kann es zu Schwindel und Gleichgewichtsstörungen kommen. Solchen Defiziten kann man durch Kaffeegenuss vorbeugen. Die Schüttellähmung (Parkinson) spricht gut auf den Genuss von Kaffee und Koffein an und kann bei diesen Betroffenen von Nutzen sein. Auch bei Demenzerkrankungen soll er vorbeugend wirken und die Krankheit hinauszögern.

Wer Kaffee trinkt, kann Stoffwechselstörungen im Magen-Darmbereich ausgleichen, weil Kaffee einem Niacinmangel entgegen wirkt.

Durch das Rösten wird im Kaffee der chemische Stoff Trigenollin frei und wird in Nikotinsäure bzw. in das Vitamin Niacin umgewandelt.

Kaffee hat mehr als 1000 Inhaltsstoffe, allerdings bleiben davon über 80 % im Filter.

Weitgehend vernachlässigen kann man die Sorge, dass Kaffee das Herz und den Kreislauf belastet, auch dass er Gift für Magen und Galle sei, trifft selten zu.

Bis heute wurde kein Fall bekannt, dass durch Kaffeegenuss jemand gestorben ist. In einer Tasse Kaffee finden sich cirka 0,08 bis 0,1 Gramm Koffein, der restliche Bestand sind Mineral- und Aromastoffe sowie unbekannte Stoffe und Säuren.

Die Empfehlung der Wissenschaftler heißt: 2 bis 4 Tassen täglich kann man unbesorgt trinken.

Kann Kaffee einen Herzinfarkt verursachen?

Viele Kaffeetrinker, besonders solche die schon Beschwerden mit dem Herzen haben, fragen sich, ob Kaffee möglicherweise einen Herzinfarkt verursachen kann.

Verschiedene, wissenschaftliche Untersuchungen in Amerika haben ergeben, dass durch Kaffeegenuss die Gefäße nicht verengt, Herz und Kreislauf nicht belastet werden. Bei einer eventuellen Belastung könnte es sich um einen noch nicht benannten Inhaltsstoff im Kaffee handeln, jedoch wird nicht das Koffein als verantwortlich gesehen. Bisher sind ungefähr 70 % der mehr als 1000 Inhaltsstoffe bekannt. Ob allerdings in den restlichen 30 % eine Substanz dabei ist, die unter Umständen fähig ist, Herzkranzgefäße zu verengen, lässt sich nicht ganz ausschließen.

Für Patienten mit Herzinsuffizienz, Herzklappenfehler, mit einer gesteigerten Herzfrequenz oder nach einem Herzinfarkt, sollte Kaffee allerdings ein Tabu sein.

Gelassen und stark durch den TagIn solchen Fällen ist es vernünftiger, auf Kaffee ohne Koffein zurückgreifen, sonst wird das Nervensystem zu sehr aufgeputscht.

Die Wirkung von Kaffee auf die Nebennieren ist nicht unproblematisch, weil durch Koffein Cortisol produziert wird. Bei hohem Kaffeegenuss wird das Immunsystem durch den ständig erhöhten Cortisolspiegel beeinträchtigt. Bei einem geschwächten Herzen wäre das ein zusätzlicher Stressfaktor. Also hier ist Vorsicht geboten, wenn sehr viel Kaffee konsumiert wird.

Zum Abschluss möchte ich ein altes Naturheilmittel erwähnen, von dem die älteren Leser vielleicht schon gehört haben. Es handelt sich um die heilsame Kaffeekohle.

Kaffeekohle und seine positiven Eigenschaften auch für das Herz

Dr. August Heisler war ein Landarzt im Schwarzwald, der in seiner Praxis sehr viel mit Kaffeekohle therapierte. Er hatte die wunderbarsten Erfolge bei seinen Patienten.

Er wendete sie bei krankhaften Darm- und Magenerkrankungen an, bei Gallenerkrankungen, bei Geschwüren und arbeitete diesbezüglich mit Albert Schweitzer zusammen, der ebenfalls damit beste Ergebnisse erzielte.

Kaffeekohle hat sich  bei Erkrankungen der Schleimhäute, des Verdauungskanals und bei Blähungen (Meteorismus) in vielen Fällen bewährt. Sie ist also durchaus als Entgiftungsmittel anzusehen. In früheren Jahrzehnten wurden Einläufe mit Kaffeekohle verabreicht.

So gesehen, ist Kaffeekohle sogar als Entlastung für das Herz zu sehen. Denn drückt und stört im Darm nichts mehr, dient das auch dem Herzen.

Im arabischen Raum ist Kaffeekohle ebenfalls ein altes Hausmittel und wurde vielfach bei Durchfall und Ruhr eingesetzt. Diese Methode hat sich durch Reisende bis in unseren Raum verbreitet. Durch die moderne Medizin wurde dann dieses Heilmittel verdrängt, sodass es heute ziemlich vergessen ist.

Um Kaffeekohle zu gewinnen werden unbehandelte, grüne Kaffeebohnen solange geröstet, bis sie verkohlt sind. Dann werden sie zu feinem Pulver vermahlen, wovon dem Patienten 1 bis 3 Teelöffel täglich zur Einnahme empfohlen werden.

Dr. Heisler kann in seinem Buch auf unzählige Erfolge hinweisen, auch bei schweren Erkrankungen.

Die moderne Medizin möchten wir alle nicht missen, aber es ist schon schade, dass es solche Ärzte nicht mehr gibt, die auch auf so altbewährte Therapien zurückgreifen, zumal man hier keine chemischen Nebenwirkungen zu erwarten hat.

Ich wünsche Ihnen noch schöne Wintertage, bleiben Sie gesund !

Mit HERZlichen Grüßen

Ihre Amelie Fischer

PS:

„Was nützt mir der Erde Geld?
Kein kranker Mensch genießt die Welt!“

Johann Wolfgang von Goethe

Ein Kommentar

  1. Wow, wirklich sehr interessant. Man ist sicher immer etwas unsicher ob Kaffe einem Schadet, daher finde ich solche aufklärenden Beiträge sehr gut, wo einem die Unsicherjeit genommen wird. Danke:)

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