Amelie Fischer's Herzblog

Gesundheits Tipps für Ihr Herz

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und Herzkrankheiten vorbeugen

Galgant, das Multitalent, bringt Hilfe bei Gefahr von Herzinfarkt

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Galgant, frischer Wurzelstock
Als ein sehr wirksames Heilmittel bei Anzeichen von Herzinfarkt, Herzschwäche oder anderen Herzkrankheiten gilt der Galgant. Schon Hildegard von Bingen hat dazu geschrieben:

„Wer im Herzen Schmerzen leidet und wem von Seiten des Herzens ein Schwächeanfall (Ohnmacht) droht, der esse sogleich eine hinreichende Menge Galgant, und es wird ihm besser gehen.“

Aber auch der große Arzt Paracelsus war ein Befürworter von Galgant als Arznei. Er pries den Galgant vor allem in Verbindung mit Magenproblemen. Er hat wie der Ingwer ein „erwärmendes Wesen“.

Dr. Gottfried Hertzka, der ein sehr engagierter Arzt und Vertreter der Hildegard-Medizin war, hat nach den Anweisungen der Hl. Hildegard Handelspräparate herstellen lassen, die auch vom Bundesgesundheitsamt zugelassen wurden. Dr. Hertzka war zutiefst überzeugt und hat es bei seinen Patienten immer wieder bestätigt bekommen, dass Galgant bei allen Schmerzen, die mit dem Herzen zusammenhingen, „rasch und erlösend wie ein Nitroglyzerinpräparat (ohne dessen Nachteile zu haben)“ wirkt.

Galgant-Blüte

Galgant gehört zur Familie der Ingwergewächse und genau wie beim Ingwer verwendet man vom Galgant die Wurzel. Das ätherische Öl der Galgantwurzel enthält 81 Substanzen, darunter 1,8-Cineol, alpha-Pinen und v. m. Zusätzlich wartet sie mit reichlich Bioflavonoiden auf, darunter Quercetin, Kämpferol und Galangin. Lt. Dr. Gottfried Hertzka und sein Nachfolger Dr. Wighard Strehlow zeigen die Inhaltsstoffe aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften der Galgantwurzel folgende Wirkung:

  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • Normalisierung der Herzfunktion (Beeinflussung der verschiedenen Aktivitäten des Herzmuskels)
  • Entlastung des Herzens (reflektorisch-bedingtes Absinken des Herzschlagvolumens; Bezold-Jarisch-Reflex)
  • Senkung der Herzfrequenz

Man kann sie trocknen und zerstoßen. Galgant ist ein sehr scharfes Gewürz und man kann es auch gut zum Kochen verwenden. Sie erhalten Galgant in jedem Reformhaus oder auch in naturkundlich orientierten Apotheken bei der „Hildegard-Medizin“.

Zum Schutz und zur Vorbeugung von Herzinfarkt oder wenn Sie Symptome eines bevorstehenden möglichen Herzinfarkts verspüren, bei Angina pectoris, bei Schwäche- und Schwindelanfällen nehmen Sie 1-2 Galganttabletten und lassen sie langsam im Mund zergehen. Wichtig ist, dass sie nicht sofort geschluckt werden, denn dann können sie ihre Wirkung nicht entfalten und es könnte zu Magenbeschwerden führen aufgrund seiner Schärfe. Zudem kommt durch das „langsam-auf-der-Zunge-zergehen lassen“ der „Zungen-Herz-Reflex“ zustande, den auch Nitroglyzerin erzeugt.

Diese Galganttabletten sollte jeder Herzkranke ständig bei sich haben. Es gibt verschiedene Präparate, die Dr. Hertzka und Dr. Strehlow bei Jura KG, Naturheilmittel Konstanz, herstellen ließen. Sehr gut und auch zur Heilung von Herzbeschwerden fähig ist das Präparat „Griechenkleepillen“, die es ebenfalls in der Apotheke von Jura KG gibt. Sie enthalten den schwer zu beschaffenden Griechenkleesaft zusammen mit Galgant und Bertram. Für eine Herzkur soll man in der ersten Woche drei Pillen nach dem Essen und danach 3-4 Wochen lang je drei Pillen vor und nach dem Essen einnehmen. Vervollständigt wird das Ganze durch den Fencheltrank der Hl. Hildegard, von dem man 1 Likörglas nach den Griechenkleetabletten nimmt. Den Fencheltrank kann man selbst wie folgt herstellen:

100 g Fenchel

20 g Süßholzwurzel

60-80 g kaltgeschleuderten Honig nach Geschmack

ca. 500 ml dest. Wasser (ich nehme meistens mehr, da der Fenchel beim Abkochen aufquillt und dann doch einiges Wasser aufsaugt)

Fenchel und Süßholzwurzel im Wasser aufkochen, abseihen und gut abkühlen lassen, bevor man den Honig dazu gibt, damit der Honig nicht seine Wirkung verliert.

Weiter können Sie sich auch einen Galganthonig herstellen, in dem Sie einfach in den Honig Galgant nach Geschmack einrühren.

Galgantpulver können Sie etwa wie Paprika verwenden, z. B. kann man es auf ein Käsebrot streuen, in den Salat streuen, geben Sie es als Gewürz in eine Pfannengericht. Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Bedenken Sie nur, dass Galgant das schärfste Gewürz ist.

Galgant gibt es auch als Globuli (für Kinder geeignet) und auch in Tablettenform mit Fenchel zusammen. Diese Fenchel-Galgant-Tabletten haben vor allem eine krampflösende Wirkung und sind nicht so scharf wie die reinen Galganttabletten. Dr. Hertzka empfiehlt, diese Tabletten dreimal täglich eine nach dem Essen zu nehmen. Sie haben eine positive Wirkung bei Durchblutungsstörungen, helfen bei der Verhütung von Herzkrämpfen, bei Magen-Darmkrämpfen, sogar bei Menstruationskrämpfen mit Kopfschmerzen.

Galgant ist wirklich ein Allround-Talent. Nicht nur bei den oben beschriebenen Herzbeschwerden hilft er, er ist auch ein Muntermacher. Wenn Sie bei einer längeren Autofahrt müde werden, lassen Sie eine Galganttablette im Mund zergehen. Dr. Hertzka empfiehlt hier ein Quitten-Galgant-Konfekt, bestehend aus eingedicktem Quittengelee mit einem bis zu 5-prozentigem Anteil Galgantwurzelpulver.

Wenn Sie mehr über die Hildegard Medizin wissen möchten, dann können Sie Ihren Wissensdrang hier stillen:

Große Hildegard Apotheke

4 Kommentare

  1. Seit 5 Wochen leide ich am Herzmuskelentzündung ,kann ich d.Fenchen- Galgant .Tabs nehmen?

  2. Sehr geehrte Frau Adamus,

    Galgant-Tabletten sind generell sehr gut für das Herz. Natürlich kann die Einnahme von Galgant-Tabletten einen Arztbesuch nicht ersetzen. In dem Ratgeber von Dr. Hertzka „Die große Hildegard-Apotheke“ wird der Umgang mit Galgant ausführlich besprochen.

    Mit herzlichen Grüßen
    Beatrice Fischer-Stracke

  3. Ich habe mit Galgant Globuli gute Erfahrungen gemacht und kann es nur jedem weiter empfehlen.

  4. Sehr geehrte Frau Adamus,

    ich habe den Fenchel-Trank nach einem ähnlichen Rezept einer anderen Webseite hergestellt (20 Gramm Zucker, 60 Gramm Honig), wunderte mich jedoch
    a) über die Menge des Fenchels gegenüber dem Wasser
    und was davon übrigblieb (trotz auspressen).
    Selbst nachdem man mir telefonisch bestätigte, dass das schon seine Richtigkeit hätte (es solle ja konzentriert und heilkräftig sein) blieb ein komisches Gefühl, da
    b) sich diese Angaben auch nicht wirklich mit „fertig-bestellbarem Fenchel-Trank (3,7 % Fenchel)“ vereinbaren ließen

    Nachdem ich einen Shop anrief und heute in zwei Büchern eines Buchhandels nachlas (beide von „Strehlow“, „H.v.B. – Das Gesundheitsprogramm“ + „Herz-Kreislauferkrankungen“) offenbarte sich ein Irrtum:
    dort wird mehr oder weniger die Hälfte der Zutaten auf 500 ml Wasser angegeben (50 gr Fenchel, 10 gr Süßholz, 20 gr Zucker, 25 gr Honig) bzw. ergibt das also eine DOPPELTE Menge an Wasser zu obrigen Angaben!!!

    Das Internet ist einerseits eine tolle Erfindung, die viel ermöglicht und vereinfacht – und ebenso eine Gefahr für vervielfachte Falschangaben… ich bin ähnlich auch schon über zig Varianten zum Petersilienwein gestolpert, ein Fundgrube verschiedenster Aussagen, z.T. entgegengesetzt, was dabei wichtig wäre und was nicht… nun ja… manchmal entsteht bei so etwas leider mehr Verwirrung als Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen – B.M

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